Oper im Taschenbuchformat im Theatergarten vor dem Bürgerhaus
„Die Entführung aus dem Serail“ ist eine Oper in drei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart, uraufgeführt 1782 in Wien. Sie gilt als das Musterbeispiel der „deutschen Singspiele“, in denen sich gesprochene Dialoge und musikalische Nummern abwechseln. Die Handlung spielt in einem türkischen Serail, wo der spanische Edelmann Belmonte seine Geliebte Konstanze aus der Gefangenschaft des Bassa Selim zu befreien versucht. Mit Hilfe seines Dieners Pedrillo will er sie, zusammen mit Ihrer Dienerin Blonde befreien. Doch statt in Gewalt endet die Geschichte in Großmut: Bassa Selim vergibt den Eindringlingen und schenkt ihnen die Freiheit – ein humanistisches Ideal, das Mozarts Zeitgenossen tief berührte.
Musikalisch verbindet Mozart Humor und Leidenschaft, exotische Klänge und europäische Aufklärung. Arien wie „Martern aller Arten“ oder Osmins „O, wie will ich triumphieren“ zeigen die ganze Spannweite zwischen Virtuosität, Gefühl und Charakterzeichnung – ein frühes Meisterwerk der klassischen Oper.